Unearthed
Unearthed
Multimediale Installation
„UNEARTHED“ Einzelausstellung
The Nordic House, Reykjavík, Island
Dezember 2023
kuratiert von Daria Testoedova
Die Ausstellung UNEARTHED im Gewächshaus des Nordic House ist eine Untersuchung des Gebiets Rauðhólar, das im Erholungsgebiet Heiðmörk liegt. Diese Ausstellung stellt eine Kombination aus künstlerischer Praxis und geologischer Forschung dar.
Durch die Klanginstallation will die Künstlerin den Ursprung der transplantierten Erde aus Rauðhólar mit ihrem neuen Standort in Verbindung bringen. Eine solche performative Erzählung ermöglicht es der Künstlerin und den Besuchenden, die Auswirkungen von Steinbrüchen in unserer Gesellschaft als einen der landschaftsverändernden Faktoren wahrzunehmen. Die Ausstellung ist im Grenzbereich zwischen der An- und Abwesenheit von Erde angesiedelt, wo die Verflechtung von Folklore, geologischen Ereignissen und menschlichen Einflüssen erforscht wird.
Vor 5200 Jahren kam es zu einer Eruption. Der explodierende Vulkan verteilte seine Lava bis nach Reykjavík. Auf ihrem Weg durchquerte sie ausgedehnte Feuchtgebiete und stehende Gewässer und bildete schließlich die Pseudokrater, die als Rauðhólar bekannt sind und noch heute existieren. Heute sind die Roten Hügel nur noch eine Reminiszenz dieses vulkanischen Ereignis, deren ursprüngliche Krater wurden durch menschliche Eingriffe gestört und verändert. Die glühenden Hügel wurden schließlich in einen Steinbruch umgewandelt und anschließend über ganz Reykjavík verstreut. Eine Ruhestätte dieser Erde befindet sich unter der Rollbahn des Flughafens von Reykjavík und den umliegenden Straßen und möglicherweise auch unter dem Nordic House.
(Text von Daria Testoedova)
EN
Unearthed
Multimedia Installation
„UNEARTHED“ solo-show
The Nordic House, Reykjavík, Iceland
December 2023
curated by Daria Testoedova
The exhibition UNEARTHED in the Greenhouse of the Nordic House is an investigation of the area Rauðhólar, located in the Heiðmörk recreational area. This exhibition presents a combination of artistic practice along with geological research.
Through the sound installation, the artist aims to reconnect the origin of transplanted soil from Rauðhólar in its new location. Such performative storytelling allows the artist and the audience to understand the impact of quarrying in our society as one of the most
landscape-transforming factors. The exhibition is positioned in the liminal space, between the presence and absence of soil, where the entanglement of folklore, geological events and human impact is explored.
5200 years ago an eruption occurred. Then, the exploding volcano spread its lava all the way to Reykjavík. On its way it passed through extensive wetlands and shallow standing water, ultimately forming the pseudocraters known as Rauðhólar that still exist today. Nature violently unburied tephra (volcanic material), erupting and tearing apart the previous landscape. Today, the Red Hills are but a reminiscence of that ancient volcanic event, their original form and shape disrupted and altered by human intervention. Unearthed mounds eventually turned into a quarry, after which it was scattered across Reykjavík. One resting place of its soil is underneath the tarmac of Reykjavík ́s domestic airport with its surrounding roads, and quite possibly under the Nordic House.
(text by Daria Testoedova)